C3 Compliance
Deutsche Compliance — DSGVO, NIS2, AI Act + 6 weitere
Erstellt von Rogue AI · Selbst gehostete mandantenfähige Compliance-App · Selbst gehostet · Lokales Labor
Allein in mehreren fokussierten Build-Sprints im Labor entstanden.
Das Problem
Deutsche KMU stehen vor einem Stapel sich überlappender Compliance-Regime — DSGVO, NIS2, AI Act, KRITIS, ISO 27001, SOC 2, TISAX, BAIT, VAIT — und jedes wird meist als eigene Tabelle, eigener Berater und eigener Nachweisberg behandelt. Die Überschneidung ist enorm: Eine einzige technische Maßnahme erfüllt oft Pflichten aus mehreren Frameworks zugleich, doch nichts verknüpft sie, sodass dieselben Nachweise immer wieder neu zusammengetragen werden. C3 modelliert alle neun an einem Ort, bildet geteilte Kontrollen über sie hinweg ab und hält die Nachweise in einem prüfbaren System statt in neun getrennten.
Was ich gebaut habe
Eine mandantenfähige Next.js-16-Anwendung, in der eine Organisation Assessments gegen jedes der neun Frameworks über eine einzige generische Engine durchführen, Nachweise und Dokumente pro Framework anhängen und sehen kann, wo eine Kontrolle Pflichten in mehreren Regimen zugleich erfüllt. Die Authentifizierung ist ein eigenes jose-JWT in einem httpOnly-Cookie, das auch die aktive Organisation trägt, sodass jede Abfrage mandantenbezogen ist. Datensätze, die auditsicher sein müssen — Einwilligungs- und Kontrollprotokolle — sind nur einfügbar. Stripe ist für einen kostenpflichtigen Compliance-Bericht verdrahtet. Es läuft als drei gehärtete Docker-Container (App, PostgreSQL, Redis) in einem lokalen Labor; es steht keine verwaltete Cloud dahinter.
Architektur
Tech-Stack
Was zuerst gebrochen ist
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Eine generische Assessment-Engine schlägt neun maßgeschneiderte. Jedes Framework — DSGVO, NIS2, AI Act, KRITIS und die übrigen — ist nur ein anderer Satz aus Fragen und Empfehlungen, der gegen dasselbe Datenmodell und Routing aufgelöst wird. Der schwierige Teil ist nicht das Hinzufügen des neunten Frameworks, sondern die Abstraktion so zu entwerfen, dass das neunte fast nichts kostet.
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Compliance-Nachweise müssen append-only sein, sonst sind sie wertlos. Ein Einwilligungs- oder Kontrolldatensatz, der sich nachträglich ändern lässt, übersteht kein Audit — deshalb ist das Protokoll bewusst nur einfügbar. Diese Vorgabe hat das Schema weit stärker geprägt als jede UI-Entscheidung.
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Mandantentrennung ist ein Problem der Datenschicht, nicht der Oberfläche. Jedes Assessment, jedes Dokument und jeder Bericht wird über eine Organisations-ID im Session-Token isoliert. Diese Trennung einmal richtig zu machen — statt pro Feature — verhindert, dass Mandantendaten zwischen Organisationen durchsickern.
Ergebnis
Ein funktionierendes, selbst gehostetes System, das neun Compliance-Frameworks hinter einer mandantenfähigen Engine bündelt, geteilte Kontrollen über sie hinweg abbildet und Nachweise in einem nur einfügbaren Speicher hält — vollständig in einem lokalen Labor laufend, ohne Cloud-Abhängigkeit. Es ist ein ehrlicher Nachweis der Architektur, kein ausgeliefertes kommerzielles Produkt: Der Abrechnungspfad ist verdrahtet, aber von echten Kunden ungenutzt, und der Wert liegt in strukturierter Nachweissammlung und Bewertung, nicht in rechtlicher Zertifizierung.
Ehrliche Grenzen
Dies ist eine selbst gehostete, mandantenfähige Compliance-App, die ich allein gebaut habe und in einem lokalen Labor betreibe — der alte VPS ist stillgelegt. Die Stripe-Abrechnung ist durchgängig verdrahtet (Checkout plus Webhooks für einen kostenpflichtigen Bericht), aber es steht kein echter Kundenstamm dahinter; betrachten Sie es als funktionierenden Nachweis, nicht als Umsatzquelle. Die Framework-Abdeckung ist ein Workflow zur Nachweissammlung und Bewertung — sie hilft, Kontrollen und Dokumente gegen neun deutsche und internationale Frameworks zu ordnen — keine Rechtsberatung, und sie zertifiziert für sich genommen nichts.
